Was uns das Verzichten lehrt

Die zurückliegenden Wochen waren für jeden von uns von Verzicht geprägt. Wir mussten auf Restaurantbesuche verzichten, auf Konzerte, auf Familie und Freunde, auf gemeinsamen Sport, auf Schule und Kindergarten. Und auf das Büro.

Datum:

29.05.2020

Lesezeit:

2 min

Text:

eeMobility GmbH

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Markus Spieske on Unsplash

Das Coronavirus hatte fast das gesamte öffentliche Leben zum Stillstand gebracht. Mittlerweile werden überall vorsichtige Schritte in die Normalität gewagt. Und dennoch werden wir auch in den kommenden Monaten weiterhin auf viele liebgewonnene Dinge in unserem alltäglichen Leben verzichten müssen.

Einschränkung der eigenen Freiheit

Verzicht wird von den meisten Menschen erst einmal als Einschränkung der eigenen Freiheit empfunden. Wird der Verzicht gar verordnet oder befohlen, steigert sich dieses Gefühl sogar noch. Doch das Gleichsetzen von Verzicht und Unfreiheit ist zu kurz gefühlt, denn eigentlich kann im Verzicht auch etwas Befreiendes stecken. Man sieht das am Beispiel des Fastens. Noch vor ein paar Jahren war das Fasten für die meisten Menschen etwas Abstraktes, mit dem sie nichts zu tun hatten.  Klar, nach einer opulenten Geburtstags- oder Hochzeitsfeier ließ man es vielleicht ein zwei Tage etwas ruhiger angehen, doch danach machte man weiter, wie davor. Der bewusste Verzicht auf Alkohol, Fleisch oder Süßigkeiten? Wozu das denn? Heutzutage ist das vollkommen anders. Das Fasten, der Verzicht ist en vogue.

Was brauchen wir, um glücklich zu leben?

Unter dem Motto „Dry-January“ legen Menschen nach Silvester eine einmonatige Alkoholpause ein. Das 16-stündige Intervallfasten wird von vielen gleich ganz in ihren Alltag eingebaut. Ebenso wie das Zuckerfasten. Oder das Fleischfasten unterhalb der Woche. Längst ist das Fasten nicht mehr nur auf das Essen und Trinken bezogen. Mittlerweile gibt es auch das Konsumfasten, das Handyfasten, das Autofasten, das Plastikfasten … ein echter Paradigmenwechsel, hervorgerufen von einer Gesellschaft, die in vielen Bereichen auf ein Zuviel zusteuert. Also wird gefastet. Massentierhaltung? Ohne mich. Staurekorde? Ohne mich. Umweltverschmutzung? Ohne mich. Industriell gefertigtes Essen mit zu viel Zucker und zu viel Fett darin? Ohne mich.

Brauchen wir immer mehr?

Das Fasten, der Verzicht, ist so auch Ausdruck einer Sinnsuche. Was brauchen wir wirklich, um glücklich zu Leben? Brauchen wir immer mehr? Oder steckt hinter dem Spruch „Less is more – Weniger ist mehr“ eine höhere Weisheit, die sich uns – nachdem wir den Überfluss jahrelang erlebt und ausprobiert haben – erst jetzt so richtig erschließt? Doch Verzicht ist nicht nur eine quantitative, sondern auch eine qualitative Größe.

Schon jetzt hat etwa der erzwungene Verzicht durch das Coronavirus zahlreiche gesellschaftliche Diskussionen ausgelöst, zum Beispiel, ob wir das Thema Home-Office nicht klüger und aktiver in unseren Arbeitsalltag unterbringen könnten? Ja, den persönlichen Austausch mit anderen Menschen kann keine Videokonferenz ersetzen. Aber muss jeder wirklich jeden Tag im Büro präsent sein?

Dinge neu denken und anders machen

Könnte man sich nicht an ein oder zwei Tagen in der Woche die Zeit für den Arbeitsweg sparen und für etwas anderes nutzen? Digitale Unternehmen wie Facebook und Google haben bereits angekündigt, das Thema für ihre Mitarbeiter in Zukunft offener zu gestalten. Überlegungen dazu gab es schon lange, aber erst der Verzicht hat dazu geführt, dass man sich nun traut, neue Wege zu gehen. Der Verzicht zeigt uns eben nicht nur, dass wir oft mit viel weniger auskommen, als wir glauben, er offenbart uns auch, dass wir Dinge neu denken und anders machen können als zuvor.

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