Raus aus Deutschland. Ran an Europa.

Wo stehen einige der Länder in Europa, in denen die Elektromobilität in Zukunft sicher eine große Rolle spielen wird? Eine Übersicht.

Datum:

01.02.2021

Lesezeit:

2 min

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eeMobility GmbH

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eeMobility GmbH

Frankreich:

Die französische Regierung möchte 2023 1,2 Millionen und bis zum Jahr 2028 sogar fünf Millionen Elektrofahrzeuge auf den Straßen haben. Um dieses Ziel zu erreichen, wird der Kauf von Elektrofahrzeugen sowohl für Privatpersonen als auch für Unternehmen gefördert. 2020 erhielten Privatkäufer vom Staat 7000 Euro Unterstützung für Fahrzeuge mit einem Listenpreis von bis zu 45.000 Euro. Gewerbliche Fahrzeuge werden immerhin mit einer Prämie von 5000 Euro gefördert. Auch die Wallbox zu Hause wird vom Staat bezuschusst. 50 Prozent der Kosten bekommen Privatpersonen erstattet. Die Anzahl öffentlicher Ladestationen soll in den kommenden Jahren von ca. 30.000 auf 100.000 erhöht werden. 2019 waren mehr als 274.000 Elektrofahrzeuge in Frankreich zugelassen. Bis September 2020 kamen weitere 70.000 hinzu.

Niederlande:

 Für reine Elektrofahrzeuge fallen keine Zulassungssteuern an, da die Steuer anhand der CO2-Emissionen eines Fahrzeugs ermittelt wird. Außerdem fallen für Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge bis 2020 keine Kfz-Steuern an. Elektrische Firmenwagenfahrer profitieren in den Niederlanden ebenfalls steuerlich. Sollten sie ihr Fahrzeug auch privat nutzen, werden nur 4 Prozent des Verkaufswertes (maximal 50.000 Euro) als Teil der Einkommensteuer des Fahrers angesehen. Bei herkömmlichen Fahrzeugen sind es 22 Prozent. 2019 lag der Marktanteil von Elektrofahrzeugen in den Niederlanden bereits bei 15 Prozent. Ab 2030 sollen alle Neuwagen emissionsfrei sein. Die Niederlande verfügen aktuell neben Norwegen mit ca. 50.000 Ladepunkten über das dichteste Ladenetz in Europa. 

Schweden:

Reine Elektrofahrzeuge werden in Schweden mit bis zu 5700 Euro gefördert. Die „Klimabonus“-Förderung darf 25 Prozent des Fahrzeugwertes nicht überschreiten. Allerdings erhält der Eigentümer die Förderung erst sechs Monate nach Kauf des Fahrzeugs. So soll verhinderte werden, dass das Fahrzeug innerhalb dieser Zeit weiterverkauft wird. Auch die Anschaffung von Elektrofahrzeugen in Unternehmen wird in Schweden mit einem weiteren Klimabonus gefördert. 2020 dürfte in Sachen Elektromobilität auch in Schweden ein Rekordjahr werden. Im Februar betrug der Anteil von Elektrofahrzeugen (inklusive Plug-In-Hybriden) bei den neuzugelassenen Fahrzeugen 24 Prozent. 

Norwegen:

Norwegen ist Pionier und Musterland der Elektromobilität in einem. 2018 fuhr bereits jedes dritte in Norwegen verkaufte Auto elektrisch. 2019 erreichten Elektrofahrzeuge einen Marktanteil von 50 Prozent. Die zahlreichen Fördermaßnahmen – darunter so einfache Regelungen wie kostenlose Parkplätze für E-Fahrzeuge in den Innenstädten – mussten in der Vergangenheit teilweise sogar ausgesetzt werden, da der Ausbau der Ladeinfrastruktur mit dem Ladebedarf nicht Schritt halten konnte. Die Probleme, die in Norwegen, vor allem in der Hauptstadt Oslo auftauchten, zeigen, wie wichtig das netzoptimierte Laden ist. Die Ziele der norwegischen Regierung sind ehrgeizig: Ab 2025 sollen in Norwegen überhaupt keine Verbrenner mehr zugelassen werden. Aktuell liegt der Anteil von Elektrofahrzeugen bei neuzugelassenen Fahrzeugen bei 60 Prozent. Auch die Einstellung der Norweger gegenüber Elektromobilität hat sich entscheidend verändert. Die Mehrheit der Bevölkerung will beim nächsten Fahrzeugkauf auf einen Stromer umsteigen.

Spanien:

Im April 2020 meldete der spanische Autohersteller SEAT, dass sein erstes vollelektrisches Auto, der Mii Electric, bis Jahresende ausverkauft sei. Das Förderprogramm, mit dem Spanien die Elektromobilität fördert, heißt MOVES. Trotz der schwierigen wirtschaftlichen Umstände, die die Corona-Pandemie verursacht hat, wurde das Förderprogramm gegenüber 2019 sogar noch weiter ausgebaut. Die Anschaffung eines E-Fahrzeugs wird mit bis zu 5.500 Euro subventioniert. War die Förderung früher an die Stilllegung eines Verbrenners geknüpft, steht diese Regelung mittlerweile zur Disposition. Zusätzlich werden jetzt auch Leasingfahrzeuge gefördert. Bis 2030 sollen in Spanien mindestens 5 Millionen Stromer fahren.

Fazit:

Dank der Förderprogramme und der sich immer stärker verändernden Einstellung der Konsumenten boomt die Elektromobilität derzeit in Europa und das trotz der Corona-Pandemie. Mit insgesamt 1 Million neuzugelassener Elektrofahrzeuge wurde in diesem Jahr ein Meilenstein gesetzt. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren sogar noch verstärken. 

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