Gemeinsam Weihnachten. Wir – Stärker. Klüger. Kreativer.

Datum:

16.12.2020

Lesezeit:

3 min

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eeMobility GmbH

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eeMobility GmbH

Was ist das WIR? Einfach nur die Summe vieler ICHs? Das wäre zu kurz gedacht. Denn addiert man viele ICHs, erhält man in der Summe immer ein WIR, das sehr viel stärker, klüger, kreativer, leistungsfähiger oder innovativer ist als die einzelnen ICHs. 

Geht es nach dem Historiker Yuval Noah Harari, ist das WIR sogar der Grund, warum die Spezies Mensch in der Erdgeschichte überhaupt so erfolgreich sein konnte. Weder war der Homo Sapiens die geschicktestes noch die stärkste Menschenart. Was ihn jedoch von allen anderen unterschied, war die Fähigkeit, sich gemeinschaftlich zu organisieren. Doch was benötigt man, damit sich viele ICHs zu einem WIR, zu einer Gemeinschaft, formen? Was ist das verbindende Element des WIRs? Ist es die Familie? Sind es genügend Follower auf Facebook oder Instagram? Ist es ein Reisepass? Oder ein Arbeitsvertrag? Entsteht so das WIR?

Nein. 

Das WIR entsteht immer durch eine Geschichte.

Die Grundlage eines WIRs ist immer eine Erzählung, an die Menschen glauben. Eine Vision, der sie folgen können. Geschichten stiften Sinn und Identität. Und Sinn und Identität schweißen Gemeinschaften zusammen. Aus diesem Grund steht hinter der persönlichen Botschaft „Ich bin Christ“, „Ich bin Moslem“ „Ich bin Buddhist“ „Ich bin Atheist“ automatisch auch eine Gemeinschaft, ein WIR. Dieses Prinzip gilt gleichermaßen für Nationalitäten. Kein Mensch ist bei seiner Geburt deutsch, französisch oder italienisch. WIR werden lediglich in eine Geschichte hineingeboren. In der einen Geschichte kommen viele Äs und Üs und Ös vor. In der anderen dagegen der accent circonflexe oder der accent grave. Und in der dritten Geschichte, in der reiht sich – Mamma mia! – ein emotionaler Spannungsbogen an den nächsten. Diese Geschichten prägen fortan unsere Persönlichkeit, unser Weltbild und somit auch unser Gemeinschaftsgefühl. Sie entscheiden darüber, ob WIR mit Messer und Gabel, oder mit Stäbchen essen. Ob WIR uns bei der Begrüßung voreinander verbeugen, einander die Hand schütteln oder Wangenküsse antäuschen? (Wie viele sind es bloß nochmal auf jeder Seite?)

Warum haben Geschichten diese sonderbare Macht Menschen zu verbinden?

Die Geschichten, die WIR uns erzählen, und die uns begleiten, sind in Wirklichkeit Diskursangebote. Mit unseren Geschichten verhandeln WIR Werte („Liebe deinen nächsten wie dich selbst“), Wissen („E=mc²“), Traditionen („Ein Prosit, ein Prosit, der Gemüüütlichkeit“), unsere Kultur („Die Würde des Menschen ist unantastbar“) und sogar unsere wirtschaftliche und politische Organisation („Alle Macht geht vom Volke aus.“). Geschichten vermögen Ordnung und Struktur in eine chaotische Welt zu bringen. Sie ermöglichen uns Kontrolle, Sicherheit und Verbindlichkeit. Sie ermöglichen es uns, einander zu vertrauen. 

Die Kraft der Geschichten geht so weit, dass wir sogar an die Existenz von Dingen glauben, die wir persönlich noch nie gesehen haben. Obwohl die meisten von uns beispielsweise noch nie im Leben einen Fuß in ein Finanzamt gesetzt haben, sich also noch nicht persönlich von der Existenz dieser Institution überzeugt haben, überweisen WIR Monat für Monat unser Geld dorthin. Auch Unternehmen machen sich die besondere Macht von Geschichten zunutze. Jeder Werbeslogan, ist nichts anderes als eine kleine Erzählung, die unseren Glauben in ein Image, in ein Produkt oder in das Unternehmen selbst stärken soll. Als diese verschiedenen Geschichten, ob ihr Ursprung nun wirtschaftlich, politischen, kulturell oder privat ist, durchdringen unser Leben, und formen das WIR unserer Gemeinschaft. 

Das Besonderen an den Geschichten, die unser WIR begründen, ist jedoch, dass sie veränderbar sind. Eine Geschichte, die vor 60 Jahren noch die Welt bewegte, kann heute längst vergessen sein. (Ungläubig schütteln WIR heutzutage den Kopf darüber, wenn WIR hören, dass Frauen im Deutschland der Fünfzigerjahre noch die Erlaubnis ihres Ehemannes benötigten, um ein eigenes Bankkonto zu eröffnen. So wie unsere Urenkel uns in nicht allzu ferner Zukunft mit staunenden Augen anschauen werden, ob der Tatsache, dass WIR jahrelang ohne Gewissensbisse Benzin verbrannt haben, um Autos anzutreiben.) Es gibt aber auch Geschichten, die mehrere Jahrtausende überleben und noch immer kraftvoll sind. (Religionen zum Beispiel.) Der Zeitraum, in dem sich eine Geschichte verändert, kann Jahrhunderte, Jahrzehnte, manchmal aber auch nur Wochen oder Tage dauern. Je nachdem, wie lange die Verhandlungen des ICHs, das (s)eine Geschichte anders erzählen möchten, mit dem WIR andauern.

Welche Geschichte also möchtest du von dir erzählen?

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