Wo laden E-Autos wirklich?

Mit dem Kauf oder Leasing eines neuen Elektrofahrzeugs stellt sich die Frage: Wie lade ich mein Fahrzeug am besten und welche Möglichkeiten zum Laden stehen mir überhaupt zur Verfügung? Im Wesentlichen ergeben sich drei Möglichkeiten, das Fahrzeug für die nächste Fahrt aufzuladen.

Datum:

16.01.2020

Lesezeit:

2 min

Text:

Julien Oehler, Sales Manager B2B, eeMobility GmbH

Foto:

Aaron Huber on Unsplash
  • Laden zu Hause, am Firmenstandort oder unterwegs
  • Wer lädt wo am bequemsten?

Laden zu Hause

Die wohl komfortabelste Lösung ist es, sein Fahrzeug zu Hause an der eigenen Ladestation, z.B. an einer Wallbox zu laden. Mit einer Leistung von gewöhnlich bis zu 11 kW lädt beispielsweise ein Tesla Model 3 innerhalb einer Stunde genügend Energie für die nächsten 75 Kilometer. Da man durchschnittlich 40 km pro Tag zurücklegt (Kinsey-Studie), ist das Laden über Nacht für einen Großteil der Fahrten völlig ausreichend. Durch die lange Standzeit kann das Fahrzeug dann geladen werden, wenn besonders viel erneuerbarer Strom im Netz verfügbar ist. Damit leisten Elektrofahrzeuge einen wichtigen Beitrag zur Energiewende. Mit ca. 75 % haben die meisten Haushalte in Deutschland einen privaten Stellplatz zur Verfügung und damit grundsätzlich auch die Möglichkeit, mittels einer eigenen Ladestation zu Hause zu laden. In ländlichen Gebieten steigt dieser Anteil auf 90 % (gegenüber 40 % in Städten; laut Studie).

Laden beim Arbeitgeber

Immer mehr Arbeitgeber stellen ihren Mitarbeitern Ladestationen bereit, die sie während der Arbeitszeit nutzen können. Durch die lange Verweildauer am Firmenstandort reicht schon eine Ladestation mit geringer Leistung, damit genügend Energie für den Heimweg bereitsteht: Denn dieser beträgt im Bundesdurchschnitt nur 18 km (Studie Statistisches Bundesamt). Aber auch für längere Arbeitswege stellen die meisten Elektroautos schon heute genügend Reichweite bereit. Ein kurzer Arbeitstag (von beispielsweise vier Stunden) reicht je nach Fahrzeug aus, damit ein Heim- oder Dienstweg von bis zu ca. 250 km möglich ist.

Laden am Firmenstandort: Immer mehr Arbeitgeber möchten ihren Mitarbeitern diese Möglichkeit bieten. (Foto: eeMobility)

Laden unterwegs in der Öffentlichkeit

Falls es nötig ist, unterwegs zu laden, beispielsweise auf längeren Reisen, stehen die Ladestationen des öffentlichen Ladenetzwerks bereit. Insgesamt gibt es in Deutschland über 11.200 öffentliche Ladepunkte, davon ca. 2.600 sogenannte Schnellladepunkte (Stand Januar 2019). Damit hat sich die Zahl an Schnellladepunkten gegenüber Jahresbeginn 2018 mehr als verdoppelt (Bundesnetzagentur). Diese bieten Fahrern die Möglichkeit, ihr Fahrzeug in viel kürzerer Zeit zu laden. Je nach Fahrzeugtyp und Ladestation kann man so innerhalb einer halbe Stunde bereits genügend Energie für die nächsten 300 km laden (Verbrauch: 15 kWh, 50 kW Ladeleistung).

Die öffentlichen Ladepunkte findet man überwiegend an Autobahnraststätten, Supermärkten, öffentlichen Parkplätzen oder einfach über unsere eeMobility-App.

Wo lade ich mein Fahrzeug am besten?

Fazit: Da 70 % der Fahrten zu Hause (am privaten Stellplatz) oder am Arbeitsplatz enden, decken Ladestationen zu Hause und beim Arbeitgeber den größten Bedarf ab. Dies spiegelt sich auch in den eeMobility-Ladedaten aus der Auswertung von über 1.000 Fahrzeugen wider: 80 % der Ladevorgänge finden zu Hause statt, 18 % am Arbeitsplatz und 2 % unterwegs. eeMobility bietet für alle Lademöglichkeiten innovative Produkte an.

Und sollte man unterwegs spontan laden wollen, stellt eeMobility seinen Kunden jetzt schon einen Großteil der öffentlichen Ladepunkte zur Verfügung – und das europaweit.