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Simon Ehrenfels kümmert sich bei eeMobility um das Thema Compliance. Wir wollten von ihm wissen, warum viele noch immer eine falsche Vorstellung von Compliance haben und warum Compliance Mehrwerte für die Zukunft erzeugen kann.


Datum:

11.02.2021

Lesezeit:

2 min

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eeMobility GmbH

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eeMobility GmbH

Simon, beim Thema Compliance denken viele zuerst einmal an Skandale. Warum reicht diese Vorstellung von Compliance nicht aus, um deine Arbeit zu umschreiben? 

Tatsächlich taucht der Begriff in der Öffentlichkeit vor allem im Zusammenhang mit Wirtschaftsskandalen auf. Dabei bedeutet Compliance sehr viel mehr. Wenn wir über Compliance reden, dann reden wir über moralische Komponenten des Wirtschaftens, aber auch über Tradition und Bewusstseinsbildung. Die Beschäftigung mit Compliance ist die Suche nach Antworten auf eine ganze Reihe an Fragen: Wie geht ein Unternehmen mit seinen Geschäftspartnern um? Wie geht ein Unternehmen mit seinen Mitarbeitern um? Mit welchen Geschäftspartnern arbeitet man zusammen und mit welchen nicht? Wie verhalte ich mich in bestimmten Situationen richtig? 

Compliance ist also so etwas wie ein moralischer Kompass für ein Unternehmen und seine Mitarbeiter?

Das ist richtig. Compliance hat zudem viel mit Verantwortungsbewusstsein zu tun. Das gilt für die Mitarbeiter, aber auch das Unternehmen. Es geht um Transparenz und darum, sich nicht angreifbar zu machen. Ich führe beim Thema Compliance immer gern den Begriff des „ehrbaren Kaufmanns“ an. Der klingt zwar etwas verstaubt, ist aber eigentlich hochaktuell. 

Wie hat sich das Thema und das Bewusstsein für Compliance bei eeMobility entwickelt?

Das Thema Compliance war schon immer ein Teil unserer Unternehmenskultur. Der Umgang miteinander und die Sinnhaftigkeit unserer Unternehmensziele waren für alle von Anfang an ein großer Antrieb. Nach der Übernahme durch Statkraft haben wir die Werte und Ideen, die zuvor bei eeMobility gelebt wurden, auch benannt und strukturiert. Mittlerweile ist unser Code of Conduct mit unseren Verhaltensregeln Teil des Arbeitsvertrags eines jeden Mitarbeiters. Dennoch ist es wichtig, dass wir immer wieder neu über Compliance nachdenken. Compliance ist keine Verbotsliste, die man einfach abarbeitet. Ich versuche allen immer wieder klar zu machen, dass es uns nicht in erster Linie darum geht, jedem Mitarbeiter zu sagen, was er wie machen soll, sondern dass wir gemeinsam immer wieder überlegen, wie wir Dinge besser machen können. In allen Bereichen. 

Hast du ein konkretes Beispiel dafür?

Wir überlegen momentan wie wir Verpackungen gestalten, damit wir sie nicht nur recyceln sondern auch wiederverwenden können. Wir hinterfragen, ob Wallboxen so gebaut werden können, dass sie nach ihrem Lebenszyklus vollständig recycelt werden können, statt auf dem Müll landen. Das alles vor dem Hintergrund der Frage: Wie wollen wir möglichst nachhaltig wirtschaften? Auch das ist Compliance. Das wird von vielen erstmal als Mehrarbeit empfunden. Da versuche ich gegenzusteuern und zu vermitteln, dass wir mit unseren Ideen auch Mehrwerte erzeugen, nicht nur soziale, sondern auch wirtschaftliche.

Wie wird sich das Thema Compliance in Zukunft in Europa entwickeln und welche Compliance-Themen wollt ihr demnächst noch anpacken? 

Derzeit wird zwischen den einzelnen Unternehmen eine Europäische Compliance aufgebaut, so dass wir Standards ab- und möglicherweise angleichen. Das ist ein sehr spannender Prozess, da hier ganz unterschiedliche Kulturen aufeinandertreffen. Ein Verhalten, das bei uns selbstverständlich ist, wird woanders vielleicht als problematisch angesehen. Dafür müssen wir eine Sensibilität entwickeln. Wir erarbeiten zudem eine neue IT-Richtlinie. Anhand dieser wollen wir unsere Mitarbeiter zum Beispiel für das Thema Datenschutz sensibilisieren. Darf ich Fotos aus dem Büro veröffentlichen? Welche Passwörter sollte ich verwenden? Wie entsorge ich einen Datenträger richtig? Das alles sind Dinge, die unsere Mitarbeiter wissen sollten.

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