Überblick: alternative Antriebsarten

Eine Zukunft ohne Benzin und Diesel? Hier finden Sie die wichtigsten alternativen Antriebstechniken im Überblick.

Datum:

08.11.2019

Lesezeit:

2 min

Text:

Britta Kaltenbach, Redaktion, eeMobility

Foto:

Sebastian Dürst für eeMobility
  • Ohne fossile Brennstoffe in die Zukunft
  • Elektroauto, Hybrid oder Brennstoffzelle?

Wann gehen uns die fossilen Energieträger aus?

Wann genau der Zeitpunkt sein wird, an dem uns auf der Erde die fossilen Brennstoffe, wie Kohle, Erdgas und Erdöl, ausgehen, darüber gibt es unterschiedliche Prognosen von bis zu ca. 200 Jahren. Dass es in nicht allzu langer Zeit passieren wird, ist unumstritten. Und es hängt natürlich auch davon ab, wie wir in den nächsten Jahrzehnten mit den Speichern chemischer Energie haushalten. Schließlich verbrauchen wir heute innerhalb eines Wimpernschlags fossile Brennstoffe, die im Lauf von hunderten von Millionen Jahren entstanden sind und tief im Erdmantel gespeichert werden.

Rund 40 % des weltweiten Erdölverbrauchs geht auf den Straßenverkehr zurück. Höchste Zeit also, nach alternativen Antriebsarten zu suchen, die mit regenerativen Energien aus Quellen wie Wind, Sonne, oder Wasser auskommen. Für eine echte Verkehrswende braucht es neben der Energiewende im Verkehr auch innovative Mobilitätslösungen.

 

Welche alternativen Antriebsarten stehen uns zur Verfügung?

Hier ein kurzer Überblick über die wichtigsten alternativen Antriebsarten:

  • Elektroauto
  • Hybridantrieb
  • Plug-in-Hybrid
  • Brennstoffzelle/Wasserstoff

Das Elektroauto (auch E-Auto, elektrisches Auto, BEV = battery electric vehicle), ist ein Kraftfahrzeug zur Personen- und Güterbeförderung und wird von einem Elektromotor angetrieben. Seine Energie zieht das E-Auto aus einer Traktionsbatterie, die an einer Wallbox zu Hause, am Firmenstandort oder unterwegs an öffentlichen Ladestationen aufgeladen wird. Es stößt im Fahrbetrieb keine Schadstoffe aus und gilt somit als emissionsfrei. Die Batterien werden kontinuierlich weiterentwickelt und es besteht ein großes Potenzial, ihre Produktion und Wiederverwertung umweltfreundlicher zu gestalten. Auch die öffentliche Ladeinfrastruktur, die in Deutschland momentan bei ca. 20.000 Ladepunkten liegt, wird weiter ausgebaut.

Ein Hybridantrieb ist ganz allgemein die Kombination aus zwei verschiedenen Antriebsarten und Energiequellen. Die Energie, die beim Bremsen entsteht, wird in einer Batterie gespeichert. Sie dient dazu, beim Beschleunigen wieder an den Elektromotor abgegeben zu werden und spart somit Kraftstoff ein. Viele Elektro-Einsteiger probieren zunächst einen Hybrid als Übergangsfahrzeug aus, bevor sie sich für ein „reines“ E-Auto entscheiden.

Eine Unterkategorie der Hybride ist der Plug-in-Hybrid (PHEV), bei dem der Akkumulator variabel entweder über den Verbrennungsmotor oder am Stromnetz geladen werden kann.

Fahrzeuge mit Brennstoffzellen (Wasserstoffauto) werden, wie auch Elektroautos, von einen Elektromotor angetrieben. Die Energie kommt hier jedoch nicht aus einer Batterie, sondern stammt aus der chemischen Reaktion von Wasserstoff mit (Luft-)Sauerstoff. Sie reagieren zusammen in der Brennstoffzelle. Dabei wird neben Wasser und Wärme auch jede Menge elektrischer Energie freigesetzt, die den Elektromotor antreibt. Auch dieser Antrieb ist (schadstoff-)emissionsfrei, es wird lediglich Wasserstoff ausgestoßen. Es gibt allerdings nur sehr wenige Modelle mit diesem Antrieb und deutschlandweit ca. 50 Auffüllstationen. Zudem ist die Technologie nicht sehr effizient und relativ teuer.

Mehr zum Thema: Alternative Antriebsarten im Vergleich

Quelle zum Ölverbrauch: Greenpeace