Elektromobilität und Skifahren – Passt das zusammen?

Elektromobilität scheint mittlerweile in den Köpfen der Tourismusverbände und auch in den Skigebieten angekommen zu sein.

Datum:

23.05.2019

Lesezeit:

2 min

Text:

Julien Oehler

Foto:

pexels.com
  • Doch Elektroauto und Skifahren – wie passt das zusammen?
  • Viele andere Skigebiete haben ebenso die Wichtigkeit erkannt. Darunter Skigebiete wie Steinplatte/Waidring, Bergbahnen Diedamskopf im Bregenzerwald oder die Pitztaler Gletscherbahn
  • Wenn es bei Kaiserwetter und verstopften Straßen mal wieder nur bei Stop-and-go weitergeht, wartet das Elektroauto mit einem vergleichsweise niedrigen Verbrauch auf

Der Januar brachte so viel Schnee wie schon lange nicht mehr in den Alpen. Aktuell bieten die Skigebiete in Bayern, Österreich und der angrenzenden Schweiz beste Bedingungen für einen perfekten Skitag.

Wer seinen Blick im Skigebiet schweifen lässt, dem fallen neben der schönen Aussicht auf die Alpen auch die vielen Werbeplakate der Autohersteller auf. Hauptsächlich deutsche Premiumhersteller werben mit dem perfekten Fahrzeug, um auch bei widrigsten Wetterbedingungen das Skigebiet zu erreichen. Darunter übrigens auch die ersten Werbeplakate für Elektroautos. Doch Elektroauto und Skifahren – wie passt das zusammen?

Wo ist die nächste Ladestation? Zum Skiausflug mit Elektroauto

Elektromobilität scheint mittlerweile in den Köpfen der Tourismusverbände und auch in den Skigebieten angekommen zu sein. Viele Liftbetreiber bieten ihren Gästen, die elektrisch unterwegs sind, bereits Möglichkeiten, direkt an der Liftstation zu laden.

„Wie passt das zusammen? “

Zum Beispiel das weitläufige Skigebiet am Wilden Kaiser stellt den Skigästen insgesamt 11 Ladestationen an unterschiedlichen Talstationen zur Verfügung. Hier kann man das Fahrzeug kostenlos während des Skitages aufladen. Viele andere Skigebiete haben ebenso die Wichtigkeit erkannt. Darunter Skigebiete wie Steinplatte/Waidring, Bergbahnen Diedamskopf im Bregenzerwald oder die Pitztaler Gletscherbahn. Informationen, ob das ausgewählte Skigebiet Ladestationen bereitstellt, findet man häufig auf den Seiten der Liftbetreiber oder der Tourismusverbände.

Bieten Hotels und Unterkünfte schon Ladestationen an?

Wer nicht nur für einen Tag im Skigebiet verweilt, sondern gleich einen mehrtätigen Skiurlaub in den Alpen plant, für den sind in vielen Unterkünften bereits Lademöglichkeiten vorhanden. Je nach Hotel sind diese für die Öffentlichkeit verfügbar oder ausschließlich für Hotelgäste. Hier helfen ebenso die Websiten der Tourismusverbände oder Hotels weiter. Am besten auch gezieltes Nachfragen, um auf den Bedarf an Lademöglichkeiten aufmerksam zu machen.

Auch Pistenwedler, die von weiter her anreisen, finden z.B. an Autobahnraststätten Schnelllader vor (beispielsweise an den alpennahen Raststätten Irschenberg, Holzkirchen oder Allgäuer Tor). Diese sorgen, je nach Fahrzeug und Ladetechnik, für ausreichend Reichweite. Und in der Zwischenzeit kann man sich mit einem Kaffee für die Weiterfahrt stärken.

Viele der öffentlich zugänglichen Ladestationen in den Hotels, Skigebieten oder an den Raststätten sind zudem in eines der großen öffentlichen Ladenetze integriert und lassen sich per mobiler App eines Fahrstromanbieters ausfindig machen.

Weitere Vorteile: Warmer Innenraum bei frostigen Temperaturen

Für Robin Geisler, einem der Geschäftsführer von eeMobility, ist Elektromobilität und Skifahren schon lange kein Widerspruch mehr. Im Gegenteil, denn das Elektroauto bietet für ihn einige Vorteile. Wenn es bei Kaiserwetter und verstopften Straßen mal wieder nur bei Stop-and-go weitergeht, wartet das Elektroauto mit einem vergleichsweise niedrigen Verbrauch auf.

Selbst bei einem 12-stündigen „Horrorstau“, wie aktuell auf der Brennerautobahn geschehen, bietet das E-Fahrzeug einen Vorteil zum Verbrenner: einen warmen Innenraum ohne laufenden Motor bei frostigen Außentemperaturen. Und das mit einem vergleichsweise geringen Verlust des Batteriestands von nur 1 % pro Stunde. Dem Skivergnügen mit dem Elektroauto steht jetzt also nichts mehr im Wege.